26.09.2018 | Ein Blick in die Grundschulen

Programmieren lernen im Unterricht?!

Damit Kinder fit für die digitale Welt sind, sich in ihr gut zurechtfinden und sie selbstbestimmt mitgestalten können, ist ein Grundverständnis von digitaler Technik unabdingbar.

Außerschulisch wird so einiges für eine informatische Grundbildung von Kindern angeboten. Da gibt es neben Programmierkursen für Kinder auch Maker Spaces (also kreatives Basteln und Tüfteln mit digitaler Technik) oder Workshops zur Robotik.

Ganz klar, dass informatische Grundbildung aber auch ein Auftrag von Schule ist. Die Kultusministerkonferenz „Bildung in der digitalen Welt“ hat dies schon 2016 gefordert. Und verbindlichen Anforderungen an eine informatische Grundbildung formuliert, die bereits in der Grundschule beginnen soll. Und was läuft nun so in den Schulen in Hamburg und Schleswig-Holstein? Und wie werden Lehrkräfte dafür qualifiziert?

Bislang gibt es an Hamburger Grundschulen keinen verpflichtenden Rahmen für das Programmieren lernen im Unterricht. Allerdings gibt es erste Schritte, geeignete Inhalte, Methoden und Techniken für den Einsatz im Unterricht zu finden und zu erproben. Und auch Lehrkräften stehen bereits Möglichkeiten zur Qualifizierung zur Verfügung.

Ein kurzer Überblick: Hamburg

  • Lehrerfortbildungen am LI - Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung

    Das Referat Medienpädagogik am LI unterstützt Lehrkräfte bei der professionellen Umsetzung der vielfältigen Ansätze durch Fortbildungen und Beratung.
    In der Fortbildung "Spielerisch die digitale Welt verstehen - informatische Themen für die Grundschule" lernen die Lehrkräfte beispielsweise sowohl spielerische Elemente für die Vorschule als auch Unterrichtsszenarien für Viertklässler, die das Programmieren mit Scratch beinhalten. Bestandteil der Fortbildungen ist auch das KOnzept der "Experimentierkiste" Informatik", des Bamberger Forschungsprojekts FELI, das konzeptionelle und praktishe Anregungen und eine Vielzahl analoger und gut umsetzbarer Zugänge zur informatischen Grundbildung bietet.

    Details zur Fortbildung und Anmeldung bei TIS - TeilnehmerInformationsSystem des LI Hamburg

    Kontakt zur Referentin: Dr. Damaris Güting
    040-428842-594
    Damaris.gueting@li-hamburg.de

  • Pilotprojekt der Körber Stiftung mit der Initiative AppCamps: Digitales Lernen mit dem Calliope Mini

    Auch die Körber Stiftung unterstützt das „Digitale Lernen“ an Hamburger Schulen. Gemeinsam mit der Initiative AppCamps wurden 2017 an 20 Pilotschulen der Einsatz des Calliope Mini erprobt. Die Mini-Platine soll Schülern ab der 3. Klasse die Grundlagen der Programmierung vermitteln. Das Konzept hat sich bewährt. AppCamps bietet interessierten Schulen kostenlose Unterrichtsmaterialien an.

    Lesen Sie dazu auch die Reportage "Man muss das nur verstehen, dann ist das ganz leicht!" in der scout-Ausgabe 2_2018.

  • Telekom Studie an der Universität Hamburg: Digitales Lernen Grundschule –Medienbildung kompetent vermitteln

    Die Universität Hamburg entwickelt und erprobt Konzepte für den produktiven Einsatz digitaler Medien im Grundschulunterricht. Dazu gehören sieben Unterrichtsprojekte: Beispielsweise die „Computerspielschule“, bei der Grundprinzipien des Programmierens spielerisch vermittelt werden.

    Die Studie läuft bis Ende 2018 und wird von der Telekom-Stiftung finanziert. Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Schleswig-Holstein liegen scout leider noch keine Informationen vor. Bitte wenden Sie sich bei Fragen an das Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH).