Das ist hier die Frage:
Was unternimmt die MA HSH gegen extremistische Inhalte?
Editorial der scout-Ausgabe 2/2025 "Follow me!"
Kinder und Jugendliche bewegen sich selbstverständlich und durchschnittlich täglich 231 Minuten in sozialen Medien, auf Video-Plattformen und in digitalen Spielwelten. Neben Spaß, Informationen und Austausch begegnen sie dort auch harmlos wirkenden Inhalten, die unterschwellig extremistische Botschaften vermitteln. Gruppen aus unterschiedlichen politischen und religiösen Spektren nutzen Memes, Humor oder Gaming-Formate, um Vorurteile und „Wir gegen die“-Erzählungen zu verbreiten. Abwertungen erscheinen „nur als Spaß“. Das ist für junge Menschen schwer zu durchschauen. Dabei macht gerade diese Tarnung die Gefahr aus: Solche Inhalte sind oft nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zu einer menschenverachtenden und ausgrenzenden Weltanschauung. Minderheiten werden online Hass ausgesetzt und der wächst sich immer öfter auch zu realer Gewalt aus.
Wer die dahinterliegenden Codes solcher Inhalte nicht erkennt, übernimmt die problematischen, verkürzten Sichtweisen schnell unkritisch. Wir möchten Kindern, Eltern, Lehr- und Fachkräften mit dieser Ausgabe die notwendige Unterstützung zur Hand geben, um zwischen Unterhaltung und Manipulation, zwischen Hetze und Meinungsfreiheit unterscheiden zu lernen. In unserer täglichen Arbeit prüfen wir antisemitische und volksverhetzende Posts, rund 2.200 Inhalte waren es in 2025. Wie die MA HSH konsequent gegen Hassrede vorgeht, lesen Sie hier.
Melden Sie sich bei uns, wenn Ihnen solche Inhalte begegnen, damit wir diese löschen lassen können! Gemeinsam stärken wir nicht nur junge Menschen, sondern unsere gesamte Gesellschaft vor einer zunehmenden Verrohung im Netz – und erobern unsere digitalen Kommunikationsräume zurück für einen demokratischen Diskurs ohne Ausgrenzung und Einschüchterung.
EVA-MARIA SOMMER,
Direktorin der Medienanstalt Hamburg/ SchleswigHolstein (MA HSH)