Interviewserie

"Für virtuelle Welten ist man nie zu alt, oder?"

Lesestifte, vernetzte Puppen, Spielekonsole und Lego-App: Digitale Spielzeuge haben sich längst im Kinderzimmer ausgebreitet. Wir haben bekannte Nordlichter gefragt, wie es bei ihnen zu Hause aussieht.


Susann Atwell ist Moderatorin und Mutter von zwei Töchtern. Sie lebt in Hamburg.

Neben den Holzbauklötzen sind schon längst auch digitale Spielzeuge ins Kinderzimmer eingezogen. Was gibt es denn davon bei Ihnen zu Hause?
Das meistgenutzte digitale „Spielzeug“ bei uns ist das iPhone, ehrlich gesagt. Es gibt noch den alten Tamagotchi meiner inzwischen 24-jährigen Tochter, den hat die Kleine neulich tatsächlich reanimiert, aber dann recht schnell das Interesse verloren.

Wünschen sich Ihre Kinder davon etwas zu Weihnachten?
Da stehen neue Laptops und Handys ganz oben auf der Wunschliste. Vielleicht wird einer dieser Wünsche auch erfüllt. Dann aber nur, weil alle zusammenlegen. In erster Linie sind die Wünsche aber noch analog, was auch daran liegen mag, dass ich zwei Töchter habe. Wenn ich mir die Wünsche der Söhne meiner Freunde ansehe, dann gehört „Daddeln“ zur bevorzugten Freizeitbeschäftigung. Und da stehen dann natürlich alle möglichen Gadgets auf dem Wunschzettel!

Verschenken Sie das dann auch?
Klar, wenn ich damit jemand glücklich machen kann und mein Budget es zulässt. Ich halte nichts davon Dinge zu schenken, die ich toll finde, aber der Beschenkte nicht. Das ist ja nicht Sinn der Sache.

Haben Sie auch gemeinsam als Familie Spaß mit digitalem Spielzeug?
Weniger, ich bin überhaupt keine Spielerin – war ich noch nie. Nicht analog, erst recht nicht digital. Aber ich schaue sehr gern YouTube-Videos. Und das mache ich dann auch gemeinsam mit meinen Töchtern.

Welches digitale Spielzeug macht Ihnen denn am meisten Spaß?
Ich war eine Zeitlang tatsächlich begeistert von dem „Sims“-Spiel. Virtuelle Welten zu erschaffen und dort die Puppen tanzen zu lassen, ist schon ganz verlockend. Aber ich hab dann doch recht schnell das Interesse verloren. Mir fehlt einfach die Geduld dafür, stundenlang vorm Bildschirm zu sitzen.

Was würden Sie sich wohl sehnlichst wünschen, wenn Sie heute ein Kind wären?
Ich würde mir eine VR-Brille wünschen! Das finde ich schon sehr faszinierend und abgefahren. Vielleicht ergänze ich meinen Wunschzettel schnell noch, denn für virtuelle Welten ist man ja eigentlich nie zu alt, oder?

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