Klartext

Fernsehen!

Diese Fragen werden oft gestellt: Ab welchem Alter und dann wie lange dürfen Kinder fernsehen? scout empfiehlt, auf den Konsum von Bildschirmmedien für Kinder unter drei Jahren zu verzichten.

Fernsehen hat für Kinder in diesem Alter kaum positive Auswirkungen, im Gegenteil: Die meisten Inhalte sind für Kleinkinder nur sehr schwer zu verarbeiten und führen zur Überforderung, anders als zum Beispiel Hör- und Bilderbücher.

Fernseh-Anfänger ab drei Jahren sollten zunächst nur kurze Sendungen sehen. Und auch nicht jeden Tag. Der Fernsehkonsum von Kindern zwischen drei und fünf Jahren sollte eine halbe Stunde am Tag nicht überschreiten, bei bis zu Neunjährigen nicht über eine Stunde dauern. Ab zehn Jahren ist eine Fernseh-Wochenzeit von neun Stunden unbedenklich.

Dies sind allerdings alles Richtlinien: Denn die Frage nach „genug“ oder „zu viel“ lässt sich nicht immer mit reinen Zeitangaben beantworten.

Wenn das Fernsehen die Freizeit bestimmt oder sich Kinder-Gespräche nur noch um Fernsehsendungen oder -helden drehen – dann ist es für Sie als Eltern höchste Zeit zu handeln. Viel besser aber, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

scout rät:

  1. Stellen Sie Ihren Kindern – vor allem im Vorschul- oder Grundschulalter – keinen eigenen Fernseher ins Kinderzimmer. Es ist erforscht, dass Kinder mit eigenen Geräten im Durchschnitt mehr sehen als Kinder ohne. Und häufiger Sendungen schauen, die für ihr Alter ungeeignet sind.
  2. Nicht einfach einschalten und zappen: Wählen Sie mit Ihrem Kind ganz gezielt einzelne Sendungen aus. Und ganz wichtig: Nach der Sendung das Abschalten nicht vergessen!
  3. Vergeben Sie Zeitgutscheine: Die Kids können selbst ihr Fernseh-Zeitbudget haushalten und lernen, sich über Dauer und Qualität des Fernsehens Gedanken zu machen.
  4. Zeigen Sie Alternativen auf: Basteln, spielen, rausgehen oder Freunde treffen – es gibt so viel Schöneres als fernzusehen. Und manchmal bedarf es nur eines kleinen Ideenanstoßes.

Übrigens: Die Zeiten der Fernsehnutzung mit einem klassischen TV-Gerät gehen langsam vorüber. Heute wird gestreamt, in Mediatheken geschaut und auf YouTube gesurft. Doch die Empfehlungen zur Bildschirmzeit umfassen natürlich auch den Konsum am Tablet, Smartphone oder der Spielekonsole!

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